Die Bayerische - Versicherung - Agentur Dithmarschen - Torsten Fohl

Exchange Traded Funds

Was sind ETFs?

ETF steht für "Exchange Traded Funds", auf Deutsch "börsengehandelte Fonds". Ein ETF zielt darauf ab, die Wertentwicklung eines Index wie beispielsweise des DAX, dem deutschen Leitindex, nachzubilden und die gleiche Rendite wie dieser Index zu erzielen (abzüglich der geringen Gebühren). ETFs sind für fast alle Anlageklassen erhältlich. Mit ihnen können Anleger zum Beispiel in Aktien-, Rohstoff- oder Anleihen-Indizes anlegen.

Zusätzlich können ETFs einfach und schnell wie Aktien an der Börse gehandelt werden. Sie vereinen somit die breite Risikostreuung eines Investmentfonds und die leichte Handelbarkeit einer Aktie.


Sind alle ETFs gleich?

Nein. Vereinfacht gesagt, gibt es zwei Arten von ETFs, die sich darin unterscheiden, was der ETF tatsächlich „hält“.


  • Physisch replizierende ETFs

Physisch replizierende ETFs halten die Wertpapiere des Index, den sie nachbilden. Zur Nachbildung des Index werden zwei Methoden angewendet: einerseits die vollständige Replikation, das heißt, der ETF hält alle Wertpapiere in exakt derselben Gewichtung wie der Index, und andererseits die partielle Replikation, bei der nur Teile der Indextitel im ETF abgebildet werden. Letztere kommt beispielsweise bei sehr breiten oder illiquiden Indizes zum Einsatz, also immer dort, wo die Kosten für eine vollständige Nachbildung des Index die Performance des ETFs negativ beeinflussen können.


  • Synthetisch replizierende ETFs

Ein synthetischer ETF hält nicht die Titel des Index, sondern ein Finanzderivat, in der Regel einen sogenannten Swap. Eine solche Tauschvereinbarung legt fest, dass der ETF von der Gegenpartei die Rendite des Referenzindex erhält, allerdings abzüglich weiterer variabler Kosten, der sogenannten Swap Spreads, die grundsätzlich von den aktuellen Marktkonditionen abhängen. Derivatebasierte ETFs bieten die Möglichkeit, in Märkte zu investieren, die physisch replizierenden Fonds nur schwer oder gar nicht zugänglich sind, wie beispielsweise Rohstoffmärkte oder bestimmte Schwellenmärkte.


Was bedeuten die Namen von ETFs?

Der nachzubildende Index spiegelt sich in der Benennung des ETFs wider. Hinzu kommen der Name des Anbieters, in der Regel ein regulatorischer Hinweis, die Währung und die Anteilscheinklasse, also die Info, ob der ETF die Erträge ausschüttet oder wiederanlegt. Im unten genannten Beispiel steht ACC für „accumulating“ – wiederanlegend. Ausschüttende ETFs werden mit D, Dist oder Dis gekennzeichnet für „distributing“.

Die Abkürzung „UCITS“ bedeutet, dass der ETF sich an spezielle europäische Richtlinien halten muss. Diese dienen zum Schutz von Privatanlegern und werden von der nationalen Aufsichtsbehörde kontrolliert.

Diese Webseite setzt Cookies ein. Mit der weiteren Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Erfahren Sie mehr
Akzeptieren