Die Bayerische - Versicherung - Agentur Dithmarschen - Torsten Fohl

Betriebliche Altersvorsorge

Was ist die betriebliche Altersvorsorge?


Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) umfasst finanzielle Leistungen, die ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer zur Altersvorsorge oder einer vorzeitigen Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit zusagt. Als Arbeitnehmer hat man durch das Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (kurz: Betriebsrentengesetz; BetrAVG) grundsätzlich einen gesetzlichen Anspruch auf eine zusätzliche Altersvorsorge durch den Betrieb. Die betriebliche Altersvorsorge wird über den Arbeitgeber durchgeführt. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Arten der betrieblichen Altersvorsorge: die Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse und die Direktzusage. Die betriebliche Altersvorsorge bietet u. a. staatliche Steuerersparnisse, zusätzliche Arbeitgeberzuschüsse, einen variablen Rentenbeginnn und weniger Sozialabgaben. Die betriebliche Altersvorsorge bietet neben einer zusätzlichen Rente auch Sozialversicherungs- und Steuervorteile.


Seit 2002 hat jede/r rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer/in in Deutschland das Recht, einen Teil seines Einkommens über seinen Arbeitgeber in eine betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen (Entgeltoptimierung). Eine andere Möglichkeit ist der Aufbau einer Zusatzrente. Auch wenn der Arbeitgeber keine betriebliche Altersvorsorge anbietet, haben die Arbeitnehmer/innen trotzdem gesetzlichen Anspruch auf eine „bAV per Entgeltumwandlung“ (z. B. in Form einer Direktversicherung).


Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge für den Arbeitsnehmer


✔ Einsparung von steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Entgeltanteilen

✔ Sicherheit bei Arbeitslosigkeit

✔ Kostenneutrale Ergänzung der gesetzlichen und privaten Altersvorsorge

✔ Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung zur Sicherung der persönlichen Altersvorsorge

✔ Reduzierung der Versorgungslücke im Alter


Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge für den Arbeitgeber


✔ Imagegewinn für das Unternehmen

✔ Motivation und Bindung von qualifizierten Mitarbeitern

✔ verringerter Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung

✔ Risikoentlastung – das Versorgungsrisiko liegt beim Versicherungsunternehmen

✔ Individuelle Konzepte und günstige Konditionen bei Gruppenverträgen möglich



Wer hat Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge?


Grundsätzlich hat jede/r Arbeitnehmer/in, der/die in der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht pflichtversichert ist, einen Anspruch darauf, dass ein Teil seines Gehalts oder Lohns für die betriebliche Altersvorsorge verwendet wird.

Für die betriebliche Altersvorsorge berechtigt sind:


➛ geringfügig Beschäftigte

➛ Teilzeitbeschäftigte

➛ Auszubildende

➛ Geschäftsführer

➛ unbefristet und befristete Angestellte


Steuerpflicht der betrieblichen Altersvorsorge


Dadurch, dass die Beiträge der betrieblichen Altersvorsorge während Anwartschaft nicht steuerpflichtig sind, sind die späteren zugesagten Leistungen aus einer Direktzusage und aus einer Unterstützungskasse steuerpflichtig. Insofern die Leistungen aus den versicherungs-förmigen Durchführungswegen auf steuerlich geförderten bzw. steuerfreien Beiträgen beruhen, sind die Leistungen ebenfalls in voller Höhe mit dem persönlichen Steuersatz, der allerdings aufgrund der geringeren Einkommenssituation im Alter niedriger ist, zu versteuern.

Neben der Direktzusage und der Unterstützungskasse  sind auch die Aufwendungen der Entgeltoptimierung bis zu einer Höhe von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze beitragsfrei.

Bei Pensionsfonds, der Pensionskasse und der Direktversicherung unterliegen die steuerfreien Beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (West) nicht der Sozialabgabenpflicht.

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